Sie sind hier > Weitere Rubriken / Wichtige in Kürze 

Wichtiges in Kürze

Von Gunhild v. d. Groeben, Journalistin, Mainz

 

Termine


Die diesjährige Herbsttagung des Bundeskriminalamtes findet vom 19.-20. November 2014
in Mainz statt. Thema ist die Organisierte Kriminalität, die „aus unterschiedlichen Perspektiven unter Diskussion von Handlungserfordernissen und Strategien für die Sicherheitsbehörden“ beleuchtet wird.
Mehr: www.bka.de


Die Berliner Sicherheitskonferenz, der Kongress zur Europäischen Sicherheit und Verteidigung, findet vom 2.-3. Dezember 2014 in Berlin statt. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an die europäischen Streitkräfte und an die Organisationen und Behörden mit Sicherheitsaufgaben in Europa und an solche, die mit europäischen Einheiten/Verbänden und Organisationen zusammenarbeiten. Mehr: www.behoerdenspiegel.de


Der Kongress IT-Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe findet vom 23.-24. September in Berlin statt. „IT-Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Zwar setzt der Staat den Rahmen und ist auch für die Sicherheit der eigenen Netze, Infrastrukturen und Daten verantwortlich, dennoch funktioniert es nicht ohne die Verantwortung jedes einzelnen Akteurs, von der Kommune, über die Betreiber kritischer Infrastrukturen, der Privatwirtschaft bis hin zum einzelnen Bürger. Vor allem die Vernetzung der relevanten Akteure untereinander und miteinander steht daher im Mittelpunkt der PITS 2014.“ Mehr: www.public-it-security.de

Forderung: EU-weit einheitliche Regeln gegen europäische Islamisten


Der EU-Koordinator für die Terrorismusbekämpfung, Gilles de Kerchove, hält ein einheitliches und härteres Vorgehen gegen europäische Islamisten für notwendig. Immer mehr europäische Mitgliedsstaaten erwarteten von der EU-Kommission einen Vorschlag dafür, wie Terrorismus einheitlich definiert werden könne. Es müsse europaweit unter Strafe gestellt werden, im Ausland in den Dschihad zu ziehen, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. De Kerchove verwies auf die unterschiedliche Rechtslage in den Mitgliedstaaten. In Frankreich etwa mache man sich erst dann strafbar, wenn man sich einer terroristischen Vereinigung anschließe. Einzeltäter ließen sich dadurch nicht erfassen. In Deutschland dagegen gebe es bereits die Möglichkeit, jemandem den Reisepass zu entziehen, wenn es Hinweise gebe, dass er in den Dschihad ziehen wolle. Mehr: www.faz.net

 

Wirtschaftskriminalität: Höhere Schäden, weniger Fälle


Delikte der Wirtschaftskriminalität verursachten 2013 Schäden von 3,82 Milliarden Euro und damit knapp 2 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr (3,75 Milliarden Euro). Die Schäden belaufen sich damit auf rund 50 Prozent des Gesamtschadensvolumens aller in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2013 erfassten Straftaten – und das bei einem Anteil der Wirtschaftskriminalität von nur 1,2 Prozent an der registrierten Gesamtkriminalität. Das ergibt sich aus dem „Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2013“ des Bundeskriminalamtes. In 13 Prozent der Fälle von Wirtschaftskriminalität wurde 2013 das Internet genutzt. Dies stellt einen Rückgang um 12 Prozent dar und unterstreicht den rückläufigen Trend der letzten fünf Jahre. 68 Prozent der unter Nutzung des Internets begangenen Fälle betreffen den Bereich der Wirtschaftskriminalität bei Betrug, bei dem ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen ist. Wegen der immens hohen Schadenssummen bildet die Bekämpfung von Betrugsdelikten einen Arbeitsschwerpunkt des BKA. BKA-Präsident Jörg Ziercke: „Die Lage im Phänomenbereich Wirtschaftskriminalität ist geprägt durch eine hohe Dunkelziffer, enorme Schäden und langjährige ressourcenintensive Großverfahren der Ermittlungsbehörden. Wirtschaftsdelikte werden noch immer zu selten zur Anzeige gebracht. Gleiches gilt für die Korruption.“ Mehr: www.bka.de

 

Gewalt gegen Kindern: Hohe Fallzahlen und hohes Dunkelfeld


153 Kinder starben 2013 in Deutschland durch Gewalt. Das ergibt sich aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013. 4016 Kindesmisshandlungen wurden von der Polizei erfasst. 13 647 Kinder wurden Opfer von sexuellem Missbrauch. Die Zahl der erfassten Fälle des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials stieg gegenüber dem Vorjahr um 16,43 Prozent auf 6691. BKA-Präsident Jörg Ziercke, der die Zahlen gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutschen Kinderhilfe, Rainer Becker, der Öffentlichkeit vorstellte, verwies zusätzlich auf die Dunkelziffer, die meist deutlich höher als die bekannt gewordenen Fälle eingeschätzt würde. „Gewalt gegen Kinder ist in Deutschland noch immer trauriger Alltag“, sagte Becker.“ Ziercke und Becker riefen die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Michael Tsokos, Rechtsmediziner von der Berliner Charité und Leiter der dortigen Gewaltambulanz, forderte darüber hinaus eine bessere Schulung von Ärzten, Lehrern und Betreuern sowie ein bundesweites Netz von Gewaltambulanzen. Mehr: http://www.aerzteblatt.de, www.bmi.de

Kriminalistik: Preis für herausragende wissenschaftliche Leistungen


Die Deutsche Gesellschaft für Kriminalistik e.V. (DGfK ) hat für das Jahr 2014 einen Preis ausgelobt, der auf der Jahrestagung der DGfK im Jahr 2015 vergeben wird. Mit dem Preis sollen herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kriminalistik gewürdigt werden. Es können die im Jahr 2014 bis zum Ablauf der Einsendefrist veröffentlichten oder in diesem Zeitraum entstandenen und noch nicht veröffentlichten Arbeiten eingereicht werden, die sich mit der Kriminalistik oder einem ihrer Teilgebiete befassen und die einen Fortschritt für die Kriminalistik in Wissenschaft und Praxis darstellen. Teilnahmeberechtigt ist jedermann mit Ausnahme der Mitglieder des Vorstandes der DGfK. Der Preis der DGfK ist mit 1000 Euro dotiert. Mehr: www.kriminalistik.info

 

 

Newsletter